Archive for the ‘Urheberrecht’ Category

Nach dem Barcamp ist vor dem Barcamp…

Samstag, Mai 12th, 2012

am Sonnabend, den 12. Mai fand in der Zeit von 10 bis 20 Uhr das erste Barcamp mit Schwerpunkt Urheberrecht in Leipzig (Conne Island) statt. In den knapp 10 Stunden haben sich die TeilnehmerInnen mit den verschiedenen Facetten und Berührungspunkten des Urheberrechts und den dahinterstehenden gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Diskursen beschäftigt. Themen waren u.a. rechtliche Grundlagen zum Urheberrecht, Vorstellung der Arbeit der LINKEN Bundestagsfraktion, der Enquete Kommission Internet und digitale Gesellschaft im deutschen Bundestag, eine Diskussion zu alternativen Vergütungsmodellen für KünstlerInnen und Kulturschaffende und ihre gesellschaftspolitische Wirkung, eine Vorstellung der Crowd Funding Initiative „Vision Bakery“ aus Leipzig sowie eine längere Debatte zur Frage des Eigentums und kapitalistischen Verwertungsprinzips im Kontext der Urheberrechtsdiskussion. Die Veranstaltung wurde in der gesamten Zeit per livestream im Netz übertragen.
Die Veranstaltung endete mit einer offenen Runde zur weiteren Planung und Vernetzung. Es gab eine breite Zustimmung, auch in Zukunft, partei- und gruppenübergreifend netzpolitische Veranstaltungen zu organisieren. Für das Thema Urheberrecht war die Organisierung eines zweiten Barcamps im Gespräch. Eine ausführliche Auswertung und Dokumentation der Veranstaltung vom 12. Mai wird in den nächsten Tagen über diesen Blog abrufbar sein.
Der Vorbereitungskreis bedankt sich bei allen BesucherInnen (online wie offline), InteressentInnen und freut sich über kontinuierlichen Kontakt- und Erfahrungsaustausch. Herzlichen Dank gilt dem Conne Island, der Rosa Luxemburg Stiftung und der Fraktion DIE LINKE im Bundestag für die Bereitstellung des livestream.
Für euer Feedback zur Veranstaltung wird auch weiterhin der Hashtag #barcampleipzig verfügbar sein. Checkt auch weiterhin unsere twitterwall.

Update 15. Mai 2012: Inzwischen ist ein weiterer Bericht über das Barcamp erschienen.

Vielen Dank für das Foto an Steffenster

Last Call: Barcamp Urheberrecht am 12. Mai von 10 bis 20 Uhr im Conne Island

Freitag, Mai 11th, 2012

Alle Vorbereitungen sind abgeschlossen und morgen kann es dann los gehen. Von 10 bis 20 Uhr findet im Conne Island (Koburgerstr. 3, Cafe-Haus) das Barcamp „Urheberrecht im 21. Jahrhundert. Vom ACTA Protest zu neuen Konzepten“ statt.
Es wird mehrere Sessions (Kleingruppen, AGs, Workshops) sowie Großrunden zu den Ergebnissen und Inhalten geben. Egal ob Du gerade erst beginnst dich mit dem Thema auseinanderzusetzen oder bereits seit Längerem dabei bist, das Barcamp ist der richtige Ort für kontroverse, informative Gespräche und gemeinsame Konzepterarbeitung.

Den Start des Barcamps, die Zwischenpräsentation und der Abschluss wird per Livestream im Netz zu verfolgen sein. Für die Veranstaltung gibt es einen twitter Hashtag „#barcampleipzig“. Unsere twitterwall kann hier angesehen werden.

Letzte Infos und Hinweise gibt es hier.

Der Livestream wird auf dem Blog verfolgbar sein oder hier:

Aktuelle Informationen zum Barcamp „Urheberrecht im 21. Jahrhundert“ am 12. Mai in Leipzig

Sonntag, Mai 6th, 2012

In knapp einer Woche startet das Barcamp zum Schwerpunkt Urheberrecht in Leipzig. Los geht’s am Sonnabend, den 12. Mai um 10 Uhr im Conne Island (Koburgerstr. 3, 04277 Leipzig).

Wir haben für euch aktuelle Informationen zum Ablauf, der Technik und sonstigen Hinweisen zusammengestellt. Wir würden uns über eine Verlinkung der Veranstaltung auf euren Blogs, Sozialen Netzwerken und Emailverteilern freuen.

Den Flyer gibt es http://digitaledemokratie.blogsport.eu/files/2012/05/BarcampFlyer_final.pdf“ target=“blank“>hier.

Fragen, Wünsche und Hinweise richtet ihr bitte an kontakt (at) digitaledemokratie (punkt) de

Hier geht’s zu der Sonderseite mit aktuellen Informationen.

Barcamp: Urheberrecht im 21. Jahrhundert. Vom ACTA Protest zu neuen Konzepten

Samstag, März 31st, 2012

Am Sonnabend, den 12. Mai 2012 laden wir zum Barcamp mit dem Schwerpunkt Urheberrecht im 21. Jahrundert nach Leipzig ein. Die Veranstaltung wird von einem gemischten Vorbereitungskreis organisiert. Zentrales Konzept der Veranstaltung ist eine Open-Space Methode. Informationen, Programm und Anmeldung zum Barcamp findet sich ab sofort auf der Sonderseite. In den nächsten Tagen geben wir auch den twitter Hashtag und die Url des Livestreams für die Veranstaltung bekannt. Hier geht’s zur Sonderseite mit allen relevanten Infos.

Proteste zeigen erste Erfolge. ACTA Abkommen wird neu verhandelt

Freitag, Februar 24th, 2012

In ganz Europa gingen am 11. Februar Zehntausende auf die Straßen und protestierten gegen das Urheberrechtsabkommen ACTA, welches zur Ratifizierung in 2012 vorgesehen war. BürgerInneninitiativen im Netz sammelten mehrere Millionen Unterschriften und leiteten diese an das EU Parlament weiter. Nachdem bereits einzelne EU Staaten den Ratifizierungsprozess stoppten, darunter auch Deutschland, will nun das EU Parlament das Abkommen vor dem Europäischen Gerichtshof prüfen lassen. ACTA ist damit nicht vom Tisch. Es ist damit zu rechnen, dass die zentralen Bestandteile von ACTA, welche eine verschärfte Anwendung des veralteten Urheberrechts im digitalen Kontext vorsehen, bestehen bleiben.

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Am 11. Februar auf die Straße für Internetfreiheit und die überfällige Rerform des Urheberrechts!

Donnerstag, Februar 9th, 2012

In den letzten Wochen sammelten Millionen AktivistInnen in den USA, in Europa und auf der ganzen Welt Unterschriften gegen Anti-Piraterie-Gesetze im Internet – Alleine über die Plattform Avaaz.org wurden bereits knapp 2 Millionen Unterschriften für eine Online Petition an das Europäische Parlament gesammelt.In vielen Städten fanden bereits Proteste auf der Straße statt. Am 11. Februar wird es einen dezentralen Aktionstag gegen die derzeitigen Verhandlungen und den Ratifizierungsprozess von ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) in der Europäischen Union geben.

ACTA ist die europäische Antwort auf die zuvor in den USA entstandenen Gesetze SOPA und PIPA. Bei all diesen Maßnahmen geht es um den Schutz der Interessen und Patente großer Unternehmen sowie eine noch stärkere Zementierung des Urheberrechts dieser Unternehmen in die nationalstaatlichen Gesetze. Während inzwischen das Urheberrecht sowie der Anspruch auf Patente, etwa in der Wissenschaft und Medizin, von vielen Menschen, vor dem Hintergrund des digitalen Wandels kontrovers diskutiert werden, scheinen sich einige PolitikerInnen, VertreterInnen der Unternehmen und andere LobbyistInnen im Stillen und Heimlichen zu immer schärferen gesetzlichen Vorhaben zu verabreden, um die Internetfreiheit einzuschränken. Die Verhandlungen zu ACTA fanden ohne Zugang der Öffentlichkeit, geschweige denn der Mehrheit der gewählten RepräsentantInnen in den Parlamenten statt. Einzig den engagierte NetzaktivistInnen ist es zu verdanken, dass das Gesetz nun nicht still und heimlich verabschiedet werden kann. Die Zementierung des Urheberrechts auf der einen Seite, scharfe Maßnahmen zur Durchsetzung dieser Ansprüche wie umfassende Online-Überwachung, Verpflichtungen zur Kontrolle und Haftbarmachung der NutzerInnen bei den Providern auf der anderen Seite – das ist ACTA.

ACTA hat nicht nur Einflüsse auf das Internet. Besonders die Verteidigung der Patente großer Unternehmen aus der Medizin- und Pharmabranche blockieren die notwendigen Bemühungen von Hilfsorganisationen bei der Versorgung von Ländern mit Medikamenten. ACTA verhindert einen globalen Wissenstransfer in die Entwicklungsländer.

In den USA haben die Proteste auf der Straße und im Netz zu einem Umdenken einiger Parlamentarier geführt, auch in Europa können wir die Ratifizierung von ACTA noch stoppen – dazu braucht es am 11. Februar laute Stimmen auf den Straßen.

Auch in Sachsen wird gegen ACTA und für Internetfreiheit demonstriert:

  • Leipzig: 14 bis 17 Uhr Augustusplatz
  • Dresden: 12 Uhr Jorge-Gomondai-Platz
  • Chemnitz: 12:30 Uhr bis 16:30 Uhr Neumarkt

Gute Artikelsammlung zu ACTA: http://netzpolitik.org/2012/ein-kleiner-einstieg-in-acta/

Schultrojaner in Sachsen?

Montag, Januar 30th, 2012

Im Herbst 2011 schlossen die VertreterInnen der RechteinhaberInnen von Schulbüchern und die Bundesländer einen Vertrag, der den Einsatz von Spionagesoftware zur Aufdeckung von Urheberrechtsverstößen nach dem Urheberrechtsgesetz an 1% aller Schulen vorsieht (§6 Abs. 4). Durch den Vertrag kann die Software ab dem 2. Schulhalbjahr 2011/2012 auch in Sachsen angewandt werden.

Update: Inzwischen haben sich die Kultusminister der Bundesländer auf einen Aufschub der geplanten Spionagemaßnahme geeinigt. In einer Pressemitteilung geben sie bekannt, dass die Software in 2012 nicht angewendet werde.

Die sächsische Staatsregierung gibt in der Antwort auf eine Anfrage der Fraktion DIE LINKE bekannt, dass sie bislang nicht über die Art, Technik und den Umfang der Spionagesoftware Bescheid weiß, weil diese von den Schulbuchverlagen bereitgestellt würde. Weiterhin sieht sie die Notwendigkeit des Spionageeinsatzes an sächsischen Schulen, auch mit nicht-elektronischen Mitteln sei in der Vergangenheit versucht worden, Verstöße nach dem Urheberrechtsgesetz aufzudecken. Einen Verstoß gegen das Grundrecht auf Vertraulichkeit und Integrität eigengenutzter informationstechnischer Systeme liegt nach Auskunft der Staatsregierung nicht vor.

Die kleine Anfrage (Drucksache 5/7352) und die Antwort der Staatsregierung zum Download.

Fachgespräch zum Urheberrecht mit der Bundestagsfraktion DIE LINKE

Freitag, Dezember 16th, 2011

Am 10. Oktober lud die Bundestagsfraktion DIE LINKE zum Fachgespräch über das Urheberrecht im digitalen Zeitalter ein. Auf insgesamt drei Panels – Wissenschaft und Bildung, Kultur, Medien und Journalismus – wurde sich zu den verschiedenen Schwerpunkten und Fragestellungen rund um das Urheberrecht ausgetauscht. Alle Panels sind als Audiomitschnitt verfügbar und können auf der Seite der „Digitalen Linken“ angehört werden.

Unterdessen legte auch die Enquete Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Deutschen Bundestages ihren Zwischenbericht zur Debatte rund um das Urheberrecht vor. Dieser kann hier gelesen werden.

Der Cicero zu den Überlegungen der Piratenpartei über das Urheberrecht

Samstag, Oktober 8th, 2011

Nach den Erfolgen der Piratenpartei bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus stehen die politischen Ansätze und Konzepte der Partei zunehmend in der Öffentlichkeit zur Diskussion. Die Piraten setzen sich für eine Reform des bundesdeutschen Urheberrechts ein. Die Partei möchte Anwalt der Nutzer_innen von audiovisuellen Inhalten sein, unterlässt es aber zugleich sich detailliert mit den Interessen der Kulturschaffenden auseinanderzusetzen. Die Zeitschrift Cicero thematisiert dies in einem Artikel, welchen wir wegen seiner Relevanz für Fragen und Auseinanderung rund um das Urheberrecht im Kontext der digitalen Gesellschaft verlinken.

Videodokumentation zur Veranstaltung: Das Urheberrecht und die digitale Gesellschaft

Mittwoch, Juli 6th, 2011

Wir bedanken uns für euer Interesse und die Teilnahme an unserer Veranstaltung am 14. Juni im Kulturzentrum „Scheune“ in Dresden. Mittlerweile existiert auch eine Videodokumentation, welche ihr hier findet:

Youtube Kanal der Linksfraktion Sachsen

Aktuell wurde auch ein Antrag einiger Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag eingebracht, welcher eine Reform des bundesdeutschen Urheberrechts einfordert. Den Antrag und die dazugehörige Begründung könnt ihr hier downloaden oder online lesen.